Wappen Historischer Verein für Mittelfranken e.V.

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   23. - 25. September 2011

Albrecht Achilles (1414–1486), Kurfürst von Brandenburg – Burggraf von Nürnberg

Internationale Tagung des Historischen Vereins für Mittelfranken in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mittelfranken, der Stadt Ansbach, dem Staatsarchiv Nürnberg und dem Institut für Europäische Geschichte der TU Chemnitz.
Sein Erbe ist sensationell: von keinem anderen deutschen Fürsten des Mittelalters sind mehr Briefe bekannt als von Albrecht Achilles (1414–86). In über 5000 Briefen können wir ihn gründlich kennen lernen: den erfolgreichen und enttäuschten Feldherrn, den weltgewandten Diplomaten und tobenden Choleriker, den leidenschaftlichen Gemahl und frivolen Schwerenöter … Der urfränkische Burggraf und brandenburgische Kurfürst bestimmte wie kaum ein anderer für gut vier Jahrzehnte nicht nur die Geschicke seines Landes, sondern des ganzen Heiligen Römischen Reiches.
Die preußischen Geschichtsschreiber feierten ihn als „deutschen Achill“ und „getreuen Eckhard“ des Kaisers. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es dann allerdings still um den umtriebigen Hohenzollern. Erst vor gut 30 Jahren entflammte das Interesse an Albrechts Lebenswerk wieder: nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Österreich, der Schweiz und in Frankreich. Deshalb hat der Historische Verein für Mittelfranken in Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz, dem Bezirk Mittelfranken, dem Staatsarchiv Nürnberg und der Stadt Ansbach jene erfahrenen Spurensucher aus dem In- und Ausland eingeladen, auf dass sie in Ansbach, in der von Albrecht geliebten Residenz, ein eindrucksvolles Bild dieses Kurfürsten zeichnen können.

Ort: Ansbacher Schloss, Promenade 27, (III. Stock) Sitzungssaal 339

Ein ausführliches Programm finden Sie hier.
 

   Samstag, 8. Oktober 2011

In der Reihe „Fränkische Museen“ besuchen wir das nicht allein unter Insidern als Geheimtipp bekannte private Spielzeugmuseum im Alten Schloss zu Sugenheim (das im übrigen schon alleine mehr als nur einen Besuch wert ist). Nach dem Empfang durch den Schlossherrn, unserem Mitglied Jan K. Kube, wird die persönliche Führung durch dessen Ehefrau und Schöpferin dieses Kleinods der (mittel)fränkischen Museumslandlandschaft, Manuela Kube, zweifellos auch manchen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Der Nachmittag soll dann mit einen gemütlichen Vesper im Landgasthof Ehegrund ausklingen.

Ort: Sugenheim, Altes Schloss, Schloss Str. 47
Zeit: 14.00 Uhr
 

   Dienstag, 15. November 2011

Exkursion "Historische Landschaft am Neckar"

Professor Dr. Werner Ogris, Wien: König Heinrich VIII. von England und seine Frauen

Am 11. Juni 1509 heiratete der 18jährige König Heinrich VIII. die 24jährige Katharina von Aragón, die Witwe seines älteren Bruders Arthur. Allerdings stand der Heirat der beiden nach dem Kirchenrecht das Ehehindernis der Schwägerschaft im ersten Grad im Wege. Von ihm konnte der Papst dispensieren, nach herrschender Meinung aber wohl nur dann, wenn die das Ehehindernis begründende Ehe nicht per copulam carnalem vollzogen worden war. Sicherheitshalber besorgte sich der englische Hof 1503 eine entsprechende Dispens von Papst Julius II. Ab 1526/27 dachte der König aus verschiedenen Gründen an eine neue Ehe. Da Katharina nicht dazu zu bewegen war, den Platz an Heinrichs Seite freiwillig zu räumen, entwickelte sich die Frage einer Scheidung, genauer: einer Nichtigerklärung der Ehe mit Heinrich zur englischen und bald auch zur europäischen causa prima...
Den Wiener Rechtsprofessor Werner Ogris hier vorzustellen ist eigentlich Eulen nach Athen tragen, sind doch bestimmt vielen Mitgliedern seine Ausführungen – frei, aber dennoch druckfertig gehalten – zum „Fall“ Richard Löwenherz (2009) oder zum Dichterfürsten Goethe als „Verwaltungsbeamten“ noch im Ohr.
Im Anschluss an diesen Vortrag darf ich Sie zum traditionellen Herbstempfang in mein Amtszimmer einladen.

Ort: Ansbacher Schloss, Promenade 27, (III. Stock) Sitzungssaal 339
Zeit: 19.30 Uhr
 

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